{"id":43,"date":"2007-02-12T15:53:56","date_gmt":"2007-02-12T14:53:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bnd.at\/wx\/?page_id=43"},"modified":"2013-12-03T21:22:59","modified_gmt":"2013-12-03T20:22:59","slug":"das-gesamtprojekt","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.wexel.at\/?page_id=43","title":{"rendered":"Wechsel im Ton &#8211; II"},"content":{"rendered":"<p>Das Gesamtprojekt <em>Der Wechsel und sein kulturelles Erbe (local heritage)<\/em> umfasst zwei &#8211; wenn auch auf den ersten Blick nicht sofort ersichtliche &#8211; eng vernetzte kulturelle Ebenen. Das verst\u00e4rkte Interesse an Natur und Jagd, unterst\u00fctzt vom beginnenden Bahnbau, zieht die st\u00e4dtischen Baumeister und K\u00fcnstler aufs Land hinaus, um auch hier Werke ihres K\u00f6nnens und ihrer Epoche zu hinterlassen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig versetzt die &#8211; unerwartete &#8211; b\u00e4uerliche Kultur in Erstaunen und f\u00fchrt zum Sammeln von Br\u00e4uchen und Liedgut. Das 1904 von Unterrichtsminister Wilhelm Ritter von Hartel(1839 &#8211; 1907) initiierte Projekt zur Erfassung des Volkslieds in allen k. k. Kronl\u00e4ndern illustriert Interesse und Bedeutung, kann aber &#8211; historisch bedingt &#8211; nicht abgeschlossen werden. Mit dem COMPA(= corpus musicae popularis austriacae)-Sonderband <em>Das Volkslied in \u00d6sterreich. Volkspoesie und Volksmusik der in \u00d6sterreich lebenden V\u00f6lker <\/em>erscheint 2004 dieses gro\u00dfe Sammelwerk, als Nachdruck des Jahres 1918 bearbeitet und kommentiert von Walter Deutsch und Eva Maria Hois, im B\u00f6hlau Verlag, Wien.<\/p>\n<p>Seit 1992 verwirklicht Prof. Mag. Walter Deutsch mit seiner Reihe COMPA(=corpus musicae popularis austriacae) erfolgreich den 1904 gefassten, gro\u00dfen Plan zur Dokumentation der Volksmusik. Details zu den bereits erschienenen 20 B\u00e4nden sind im Oesterreichischen Volksliedwerk (www.volksliedwerk.at) zu finden.<\/p>\n<p>Der aus Czernowitz stammende Prof. Eusebius Mandyczewski, der ber\u00fchmteste Archivar der <em>Gesellschaft der Musikfreunde Wien<\/em>,\u00a0 steht beispielsweise 1904 dem &#8220;Sammelvorhaben wohlwollend gegen\u00fcber, muss sich aber wegen Arbeits\u00fcberlastung von einer Teilnahme entschuldigen&#8221;. Mandyczewski ist\u00a0 ein Beispiel f\u00fcr die kulturelle Vernetzung und die engen geographischen Querverbindungen des Wechselgebiets mit der Residenzhauptstadt Wien, den k.k. Kronl\u00e4ndern und den St\u00e4dten, Laibach, Czernowitz und Kopenhagen. Er bezieht 1904 seine M\u00f6nichkirchner <em>Villa Mandyszewski. <\/em>Dieser Jugendstilbau, entworfen vom Wiener Architekten Gustav Knell, ist heute noch &#8211; im Original samt Bautafel &#8211; in seiner vollen Sch\u00f6nheit im Privatbesitz vorhanden. Sie ist vom Hartberger Baumeister Wilhelm Beyer gebaut, der ebenso an der Laibacher Oper arbeitet. Das Medaillon der Hl. C\u00e4cilie an der Fassade stammt vom d\u00e4nischen K\u00fcnstler Christian Gregorius Andersen.<br \/>\nIm Gesamtprojekt <em>Der Wechsel <\/em>entsteht nun &#8211; gemeinsam mit Walter Deutsch und unterst\u00fctzt von der Nieder\u00f6sterreichischen und Steirischen Volkskultur &#8211; in Teilband I <em>Das Geistliche Lied <\/em> zu COMPA-Band 22 <em>WeXel oder Die Musik einer Landschaft<\/em>. Damit wird im speziellen die Tradition des &#8220;Leichh\u00fcatns \/ Leichwachtns&#8221; seine angemessene Dokumentation erhalten.<\/p>\n<p>Teilband 2 &#8220;Almlieder, Jodler, Gstanzl und Tanz&#8221; basiert auf den seit Ende des 19. Jahrhunderts gesammelten Liedern und T\u00e4nzen aus den Archiven der Nieder\u00f6sterreichischen und Steirischen Volksliedwerke und wird mit den Ergebnissen einer aktuellen Feldforschung in den D\u00f6rfern und M\u00e4rkten des Wechsels und den Aufzeichnungen von <em>Schwaigen.Reigen 2007 &#8211; 2009. Festival der Almh\u00fctten am Wechsel<\/em> ein umfassendes Bild zur Musik und zum Musikleben der vergangenen 75 Jahre bis heute ergeben.<\/p>\n<p>Das Ziel dieses Projekts ist das Entstehen eines nachles- und nachvollziehbaren Sammelwerks, in dem, neben der Beschreibung der Landschaft, die lokaltypische, unverwechselbare Eigenheit der musikalischen, sprachlichen Kultur- und Brauchtumsgeschichte des Wechsels zu finden ist.<\/p>\n<p>Eine  interessante Facette des COMPA-Bandes <em>WeXel oder Die Musik einer Landschaft <\/em> werden die kulturhistorischen Bez\u00fcge im deutschsprachigen Werk des slowenischen, in Aspang lebenden Literaten Josip Stritar (1836-1923) darstellen, welches u.a. auch in der Dissertation von Urska Perenic am Institut f\u00fcr Slowenistik, Universit\u00e4t Laibach aufgearbeitet wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Gesamtprojekt Der Wechsel und sein kulturelles Erbe (local heritage) umfasst zwei &#8211; wenn auch auf den ersten Blick nicht sofort ersichtliche &#8211; eng vernetzte kulturelle Ebenen. 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