{"id":25,"date":"2007-02-07T11:05:41","date_gmt":"2007-02-07T10:05:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bnd.at\/wx\/?page_id=25"},"modified":"2009-09-11T21:37:02","modified_gmt":"2009-09-11T20:37:02","slug":"kalender-2007","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.wexel.at\/?page_id=25","title":{"rendered":"Kalender 2007 &#8220;Hosn &#8211; Kittln &#8211; H\u00fcat&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>[myflash=kalender_07]<\/p>\n<p>Hosn &#8211; Kittln &#8211; H\u00fcat<br \/>\nMit einer Auswahl aus den vielen Photographien verschiedener privater Sammlungen gibt der Kalender \u201eAspang in alten Ansichten\u201c f\u00fcr das Jahr 2007 Einblick in das Leben der Menschen am Wechsel. Mit \u201eHosn &#8211; Kittln &#8211; H\u00fcat\u201c soll an das bunte und vielgestaltige Bild der Kleidung in den Jahren zwischen 1830 und 1950 erinnert werden. Damals trugen die Frauen und M\u00e4dchen bei der Arbeit Kitteln, die fast den Boden streiften, mit meist hochgeschlossenen Leibln und dazu Sch\u00fcrzen. Die klein gemusterten Sch\u00fcrzen waren aus Barchent oder Kloth.<br \/>\nDiese historische Materialsammlung bildet die Ausgangsbasis f\u00fcr das &#8220;WeXelgwandl&#8221;, welches Anneliese Ringhofer, www.lisamarton.com, 2009 vorstellte. <\/p>\n<p>Auch zu hohen Festen waren es bodenlange Kitteln aus Baumwolle, gemustert mit verschiedenf\u00e4rbigen Bl\u00fcmchen auf schwarzem Grund. Oft trugen die Frauen jedoch Kitteln aus Brokat. Die Leibln waren aus Baumwolle oder schwarzem Samt, meist mit Fischbeinen verst\u00e4rkt und manchmal waren sie sogar bestickt. Die Sch\u00fcrzen waren aus Seide.<\/p>\n<p>Anstelle des heutigen B\u00fcstenhalters wurde unter den Kitteloberteilen ein gef\u00fcttertes Leibl getragen. Die gut gesteiften Unterkitteln aus Stoff, manchmal auch gestrickt, waren die einzige Unterw\u00e4sche.<\/p>\n<p>Die Kitteln und Hosen kaufte man in Aspang beim Laschober oder bei der Supper, oder lie\u00df sie dort nach Ma\u00df anfertigen. Man ging aber auch zum Schneider oder zur Schneiderin. Die Namen Edlhofer, Handler, Netouschek, Prenner, Reiterer, Steinbauer, Witzig, Zartl oder \u201eZenzl\u201c sind heute noch bekannt. In den 20er Jahren begannen die Kitteln etwas k\u00fcrzer zu werden. Sie wurden damit praktischer und bei der Arbeit weniger hinderlich. In den 30er Jahren kam die Mode der Faltenr\u00f6cke und der \u201eMatrosengwandln\u201c. Bei offiziellen Anl\u00e4ssen, wie bei der Hochzeit, wurde immer st\u00e4dtische Kleidung getragen. Die \u201eFamilienphotos\u201c aus dieser Zeit zeigen in der Kleidung keinen Unterschied zwischen Land und Stadt. Hingegen erlaubt die Kleidung der Arbeiter auf den Photographien aus dem Kaolinwerk bzw. der Martinschleife R\u00fcckschl\u00fcsse auf ihre Herkunft.<\/p>\n<p>Die Frauen und M\u00e4dchen der Bauern trugen fast immer Kopft\u00fccher. Wochentags waren sie aus Baumwolle, an hohen Festtagen aus Seide. Die sonnt\u00e4gigen Kopft\u00fccher der jungen Frauen waren in gebrochenem Wei\u00df, in sich gemustert, die der \u00e4lteren Frauen schwarz. Ein einziges Photo (um 1850) zeigt eine B\u00e4uerin mit Spitzhaube. Die M\u00e4dchen trugen Leiblr\u00f6cke, Kitteln und im Sommer ein \u201eHitzgwandl\u201c, das ist ein Baumwollkittel mit einem \u00e4rmellosen, eng geschnittenen Leibl. Eine Tracht im heutigen Sinn, gab es, soweit die Erinnerung reicht, nicht. Die Form des Dirndls oder des Trachtenkost\u00fcms kam erst ab den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts als Mode mit den Sommerfrischlern in unsere Gegend. Die Kleidung wurde in den kinderreichen Familien immer an die j\u00fcngeren Geschwister weitergegeben. Oft war das Leibl noch brauchbar, da wurde dann umge\u00e4ndert und aus manch ausrangierter Fahnenbahn entstand in den Nachkriegsjahren ein sch\u00f6ner neuer, mit schwarzen Samtbandln verzierter Kittel.<\/p>\n<p>Die M\u00e4nner trugen unter ihren Kalmuk- Jankern immer ein \u201eLeibl\u201c (Gilet). Das Leibl war mit oder ohne Revers. In den \u201eS\u00e4ckln\u201c hatten sie ihre Uhr, \u201ean T\u00e5schnfeitl\u201c, Pfeife oder Schnupftabak und ihr Schneuzt\u00fcchl, manchmal voll mit \u201eM\u00e5tschke(r)flecken\u201c, verstaut. Die Kalmuk-Janker waren meist zweireihig, Kragen und manchmal auch Manschetten einf\u00e4rbig gr\u00fcn. Der Kragen war zus\u00e4tzlich links und rechts mit einem Knopf verziert. Je nach Berufsgruppe trugen die M\u00e4nner ein \u201eViata\u201c aus blauem Stoff oder einen Schurz aus Leder, um ihre Hosen zu sch\u00fctzen. Die \u00e4ltesten Photographien zeigen die M\u00e4nner unserer Gegend mit Ausseer H\u00fcten in zahlreichen Varianten, klassisch mit hohem Kopf, flach, mit Gupf oder Halbgupf, mit schmaler oder breiter Krempe, ges\u00e4umt oder unges\u00e4umt, aber immer mit dem gr\u00fcnem Band.<\/p>\n<p>In der Buckligen Welt sind zu dieser Zeit H\u00fcte mit Kordeln zu finden, aber nicht im Wechselgebiet. Sp\u00e4ter gibt es neben dem Ischler, dem Schladminger und den Bergsteigerh\u00fcten auch den \u201eNieder\u00f6sterreicher\u201c. Passend zum \u201eNieder\u00f6sterreicher\u201c (gemeint ist der Anzug), einer Sch\u00f6pfung des Nieder\u00f6sterreichischen Heimatwerks, kommt der passende Hut. Er ist schwarz mit grauer Kordel. Diese H\u00fcte wurden von der b\u00e4uerlichen Bev\u00f6lkerung auch zur Hochzeit getragen, hingegen trugen die Aspanger B\u00fcrger einen Zylinder. Urspr\u00fcnglich wurden bei der Arbeit auch im Sommer Lodenh\u00fcte getragen. Je nach Preislage waren sie aus Wolle oder Wollfilz. Strohh\u00fcte kamen erst viel sp\u00e4ter. Heute k\u00f6nnen H\u00fcte meist nur mehr am Kirtag gekauft werden, da es den \u201eHuaterer\u201c Trausmiller in Aspang nicht mehr gibt. Die Aspanger Damenwelt lie\u00df sich bei der Modistin Johanna Bazal handgen\u00e4hte Kunstwerke anfertigen.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher wurden nur hohe Schn\u00fcrschuhe getragen, deren Sohlen teilweise auch genagelt waren. Ein Umstand, der weiter nicht verwunderlich ist, da ja alle Wege zu Fu\u00df erledigt wurden und die Wege oft schlecht waren. Die Entt\u00e4uschung der Kinder zum sch\u00f6nen wei\u00dfen Erstkommunionskleid oder zur Firmung hohe Schuhe tragen zu m\u00fcssen, kann man sich heute noch gut vorstellen. Auf den Hochzeitsbildern ist zu sehen, da\u00df nur Br\u00e4utigam und Braut das Myrthenstr\u00e4u\u00dflein rechts tragen. Alle Geladenen haben es links angesteckt. Eine Unterscheidung zwischen einer ledigen oder verheirateten \u201eWeibsperson\u201c anhand der Sch\u00fcrzenbandln war hier im Wechselgebiet nicht \u00fcblich.<\/p>\n<p>Erika Sieder<\/p>\n<p>Titelbild<br \/>\n30. Juli 1916 \u2013 Der Festzug von der Pfarre in Unter-Aspang anl\u00e4\u00dflich des 25j\u00e4hrigen Priesterjubil\u00e4ums von Pfarrer Josef P\u00fcrrer wird bei der Mariens\u00e4ule am Marienplatz in Aspang erwartet. Die Mariens\u00e4ule wurde 1719 erbaut, 1898 renoviert und mit einem Gitter versehen. Unter den Teilnehmern sind 6 Herren mit Gehstock, 1 Herr mit Gamsbart, 1 Herr mit Barett, 1 Dame mit Blumenhut und mehrere Frauen mit hellen und dunklen Kopft\u00fcchern, ebenso an die 20 Kinder, 3 Kinderwagen und 1 Hund zu sehen. Eine kleine Gruppe in st\u00e4dtischer Kleidung und ohne Kopfbedeckung steht etwas abgesondert. Der Herr tr\u00e4gt ein Mascherl.<\/p>\n<p>Oktober<br \/>\nDie FF Mariensee wurde am 12. Oktober 1912 von Revierf\u00f6rster Anton Bregar und 40 Kameraden gegr\u00fcndet. Bregar war Gr\u00fcndungshauptmann und von 1912 \u2013 1920 Kommandant. Sein Stellvertreter war Gastwirt Franz Brunner, der von 1920 \u2013 1929 das Kommando innehatte. Zimmermeister Matth\u00e4us Graf war Steigerzugf\u00fchrer und Landwirt Josef Prenner (Neuwald 60) Spritzenzeugf\u00fchrer. Der Heger Leander Reiterer war Schriftf\u00fchrer und Wirtschaftsbesitzer Alois Stickelberger Kassier. Schmiedemeister Johann Abseher war Zeugwart. Von 1929 \u2013 1956 war Josef Etschmayer Kommandant. August Stickelberger hatte diese Funktion von 1956 \u2013 1971 inne. Franz Prenner war von 1971 \u2013 1991 Kommandant. Ab 1991 \u00fcbernahm Josef Stickelberger diese Funktion und ist seit 2005 auch Kommandant des Abschnittsfeuerwehrkommandos Aspang. Die Gr\u00fcndungsdaten der Freiwilligen Feuerwehren im Wechselgebiet. Abschnittsfeuerwehrkommando Aspang: 1873 Kirchberg, 1874 Aspang, 1880 Edlitz, 1884 Feistritz, 1888 Z\u00f6bern, 1891 M\u00f6nichkirchen 1897 Grimmenstein, 1907 Grimmenstein-Kirchau, 1912 Mariensee, 1914 Wiesfleck, 1926 St. Corona, 1927 Schlag bei Z\u00f6bern, 1929 K\u00f6nigsberg, 1930 Kienegg, 1930 St. Peter, 1948 Hochegg, 1949 Tauchen, 1986 Trattenbach. Abschnittsfeuerwehrkommando Gloggnitz: 1880 Otterthal.<\/p>\n<p>Photographien &#8211; Postkarten<br \/>\nEin herzliches Dankesch\u00f6n f\u00fcr Photomaterial und Informationen aus den Privatarchiven der Familien Karl Donhauser (Kirchberg), Johann Fahrner (Unternberg), Karin Geiger (Aspang), Johann Kuntner (Inneraigen), Josef Langegger (Hoffeld), Johannes Laschober (Aspang), Maria Pichler (Aspang), Josef Prenner (Mariensee), Romana Punkl (Aspang), Norbert Scharinger (Aspang), Adolf Schwarzmann (Aspang), Elfriede Siegert (Aspang), Johann Stickelberger (Innerneuwald) Josef Stickelberger (Mariensee), Hedwig Trausmiller (Aspang), Franz Trimmel (Aspang) und Roland Trisko (Kirchberg). Zeichnungen von Theresia Zachs (1874-1938) im Haus- und Familien-Kalender 1898<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[myflash=kalender_07] Hosn &#8211; Kittln &#8211; H\u00fcat Mit einer Auswahl aus den vielen Photographien verschiedener privater Sammlungen gibt der Kalender \u201eAspang in alten Ansichten\u201c f\u00fcr das Jahr 2007 Einblick in das Leben der Menschen am Wechsel. 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